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Mark Lanegan & Duke Garwood - in Gloria-Theater

E_TITEL Gloria-Theater
weitere Informationen

Mark Lanegan & Duke Garwood

Location:Gloria-Theater,
Adresse:Gloria-Theater, Apostelnstr. 11
Termine:12.10.2018 - 19:30 Uhr
Kategorie:Konzerte Köln
Preis:ab 40,85 €
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Mark Lanegan & Duke Garwood:
Mystische Blues-Geschichten aus dem Dunst


Zweites gemeinsames Album ?With Animals? erscheint im Sommer

Mark Lanegan zählt zu den aufregendsten und umtriebigsten Künstlern der amerikanischen Rockmusikszene. Von der Zeit als Kopf der Grunge-Ikonen The Screaming Trees über seine Jahre bei den Stoner-Rock-Stars Queens Of The Stone Age bis hin zu seinen rein akustisch gehaltenen Soloarbeiten oder den Krautrock-Exkursionen mit der Mark Lanegan Band: Wenn der 53-jährige Sänger und Gitarrist aus Seattle an einem Projekt mitwirkt, entsteht Herausragendes. Und mit jedem weiteren Album werden neue Facetten sichtbar. Zuletzt veröffentlichte er im April 2017 mit ?Gargoyle? ein weiteres Album seiner Mark Lanegan Band, das sein Band-Konzept zwischen schleppendem Blues, grandios melancholischen Songs und einer eigenwilligen Ästhetik aus Retro-Elektronik erneut aufgreift. Parallel zur aktuellen Tour der Band, die im Juli auch für eine Deutschland-Show in Wiesbaden Station macht, kündigt sich indes bereits das nächste Projekt an: Mit ?With Animals? hat Lanegan das zweite Album in Kollaboration mit dem britischen Blues-Gitarristen Duke Garwood fertiggestellt, das im Sommer erscheinen soll. Überdies wurde nun für den 12. Oktober ein gemeinsames Deutschlandkonzert der beiden Ausnahmemusiker in Köln angekündigt.

Es gibt heutzutage nur wenige Künstler, deren Qualitäten derart signifikant sind wie die von Mark Lanegan. Ob Sound, Songwriting, Stimme, seine aufwühlenden Texte oder seine gesamte Aura: Lanegan verströmt etwas Geheimnisvolles und Dramatisches, das seinesgleichen sucht. Die besondere Fähigkeit, sein Wirken in die unterschiedlichsten stilistischen Kontexte zu stellen, hat ihm einen weltweiten Fankreis beschert. Ob Psychedelic, Grunge oder Stoner Rock, ob Folk-Balladen, schwermütiger Blues oder pumpende Elektronikmusik ? immer findet Mark Lanegan den passenden dunkel-mysteriösen Ton.

Seine Sporen verdiente sich Lanegan als Kopf der Seattler Formation The Screaming Trees. Mit ihnen veröffentlichte er zwischen 1986 und 2000 sieben Alben, von denen einige zu den Perlen der Grunge-Ära zählen. Parallel begann er ab 1990 seine Karriere als Solokünstler voranzutreiben und veröffentlichte bis heute zehn Alben, auf denen er von bedeutenden Kollegen unterstützt wurde; darunter Kurt Cobain (Nirvana), Dave Grohl (Foo Fighters) oder Josh Homme von den Queens Of The Stone Age. Er schrieb drei getragene Folk-Alben gemeinsam mit Isobel Campbell (Belle & Sebastian), lieh seine Stimme britischen Elektronik-Acts wie UNKLE oder Soulsavers und ging unter dem Namen The Gutter Twins eine Kollaboration mit seinem Langzeitfreund Greg Dulli (The Twilight Singers) ein. Ihr Debüt ?Saturnalia? gilt als eines der besten Rockalben des Jahres 2008.

Neben weiteren, berückend intim gehaltenen Soloalben erschien 2013 mit ?Black Pudding? Lanegans erste Kollaboration mit dem britischen Blues-Gitarristen Duke Garwood. Nicht nur Fans und Kritik zeigten grenzenlose Begeisterung, auch Garwood nannte die Zusammenarbeit ?eine der besten Erfahrungen meines gesamten Musikerlebens?. In Garwood und Lanegan fanden sich aber auch zwei absolute Brüder im Geiste. Beide tendieren zu den dunklen Seiten des Lebens, verstehen es aber, diese düstere Perspektive in Musik zu verwandeln, die hoffend und liebevoll zugleich ist. Außerdem verbindet sie der Wunsch, aus traditionellen Musikgenres etwas vollkommen Eigenes und Neues zu formen, das die Welt so noch nicht gehört hat.

Mit ?With Animals? setzen sich die beiden klanglich vom Erstwerk deutlich ab. Der Blues ist zwar noch immer ihre gemeinsame Basis, doch von dort unternehmen sie unterbewusste Reisen in das Unbekannte und Transzendentale zwischen LoFi, Elektronik, Field Sounds und einer fast Ambient-artigen Grundstimmung. Sie verstehen es, Schwärze in vielen prismabunten Farben darzustellen und ihre Frustration über die Geschicke der Welt in etwas vorsichtig Hoffendes zu übertragen.

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