Fakten
Altenburg ist die Kreisstadt des Landkreises Altenburger Land und gehört zum Freistaat Thüringen. Altenburg liegt 227 m ü. NN und hat eine Fläche von 44,93 km², Altenburg gliedert sich in 3 Stadtteile. Mit 39.189 Einwohner ergibt sich eine Bevölkerungsdichte von 872 Einwohnern pro km² (Stand Dezember 2003). Im gleichen Jahr waren im Stadtgebiet Altenburg 69% als Landwirtschaftsfläche und 15,5% als Gebäude- und Freifläche ausgewiesen. Die Verkehrsfläche betrug 6,9%, die Waldfläche 2,9%, die Wasserfläche 0,9% und die Erholungsfläche 1,9%.
Sehenswürdigkeiten
Die 976 durch Kaiser Otto II. erstmals erwähnte Stadt blickt auf eine lange Geschichte zurück, die sich in den historischen Bauten wiederspiegelt. Das Wahrzeichen Altenburgs sind die Roten Spitzen, zwei Backsteintürme der 1172 geweihten Klosterkirche des Augustinerklosters. Einer der schönsten Renaissancebauten seiner Art, ist das 1562-1567 gebaute Rathaus am Markt. Noch erhabener wirkt das, auf einem Porphyrfelsen gebaute, Altenburger Schloss. Im barocken Stil zwischen 1706 und 1744 gebaut, umfasst der Komplex eine spätgotische Schlosskirche aus dem 15. Jh. mit der weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten Trostorgel. Hier findet man auch das Schloss- und Spielkartenmuseum, denn Altenburg ist als Skat-Stadt bekannt.
Wie Altenburg zum Skat kam
Anfang des 19. Jahrhunderts entstand in der Stadt Altenburg das Skatspiel. Viele Geschichten und Anekdoten ranken um dessen Entstehung, die glaubwürdigste ist wohl die vom Skatforscher Stein:
Aus dem sächsisch-böhmischen Erzgebirge soll ein Altenburger Kutscher, der viel herum kam, ein Spiel namens Schafkopf mitgebracht haben. Ein Mitglied der 'Brommeschen Tarockgesellschaft' lernte es und sorgte wohl für dessen Verbreitung. Aus diesem Schafkopf, dem L'hombre, dem Solo und Tarock
entstand von 1810-1817 das Skatspiel. Erstmals erwähnt wird es 1818 in den 'Osterländischen Blättern', die von Friedrich Ferdinand Hempel in Altenburg herausgegeben wurden. Im Laufe der Zeit entwickelte er, zusammen mit dem Medizinalrat Dr. med. Schuderoff, dem Lexikonverleger Brockhaus, dem Ratskopisten Neefe und Anderen, das Skatspiel mit den weitgehend heute noch gültigen Regeln. Der Name Skat ist indes viel älter, als das Spiel selbst. Er kommt vom Italienischen 'scartare' -weglegen- und wurde schon im italienischen Tarockspiel verwendet.
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